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Kriminalität

ELAS zerschlägt kriminelle Organisation mit 23 Einbrüchen in Attika

ELAS zerschlägt kriminelle Organisation mit 23 Einbrüchen in Attika

Drei ausländische Staatsangehörige wurden am 17. September 2026 festgenommen. Weitere fünf Mitglieder wurden identifiziert. Bisher sind 23 Einbrüche, Diebstähle und Versuche in zehn Stadtteilen aufgeklärt. Der geschätzte illegale Gewinn übersteigt 179.000 Euro.

Wie die Bande in Attika vorging

Die Ermittler der ELAS beschreiben ein strukturiertes Vorgehen. Abends erfolgten Erkundungen von Mehrfamilienhäusern. Die Täter prüften, ob Bewohner abwesend waren, teilweise mit Markierungen an Türen. Besonders an Feiertagen und in Ferienzeiten war die Aktivität erhöht. Zugang verschafften sie sich mit Schlüsseln, durch Aufbrechen von Schlössern, über Lichtschächte oder Balkontüren. Ein Mitglied arbeitete als Haushaltshilfe und lieferte Informationen über Abwesenheiten. Kommunikation lief über operative Handys und SIM-Karten auf Drittpersonen. Die Organisation nutzte Fahrzeuge, die auf Dritte zugelassen oder gemietet waren, und operierte von der Wohnung des Anführers aus, meist in zwei Untergruppen, um mehrere Taten pro Tag zu ermöglichen. Nach dem Einbruch durchsuchten die Täter systematisch alle Räume und nahmen Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände mit. Die Beute wurde gleichmäßig verteilt, ein Teil diente der Deckung von Gerichtskosten und Lebenshaltung, ein anderer wurde ins Ausland transferiert. Die Bande legte besonderen Wert auf diskrete Methoden: Spezialkenntnisse zu Schlössern ermöglichten oft den Zugang ohne sichtbare Spuren. Ein organisiertes Informationsnetzwerk half bei der Auswahl geeigneter Ziele. Die Täter legten Wert darauf, an Tagen mit hoher Abwesenheitswahrscheinlichkeit zuzuschlagen und setzten häufig einen Beobachter vor der Haustür ein. Die Aktivitäten begannen mindestens im Juli 2025 und zeigten eine dauerhafte Struktur mit klarer Aufgabenteilung und internationalen Verbindungen.

Welche Rollen die Mitglieder übernahmen

Ein 37-Jähriger fungierte als Anführer und Koordinator. Er bestimmte Ziele und hielt Kontakte ins Ausland. Ein 43-Jähriger koordinierte Einsätze und stellte Fahrzeuge bereit. Ein 22-Jähriger übernahm die Außenüberwachung. Weitere Mitglieder im Alter von 31 bis 40 Jahren führten Erkundungen und Einbrüche aus. Eine 48-Jährige lieferte als Haushaltshilfe Informationen zu Abwesenheiten. Zwei weitere Personen sitzen bereits in Haft, drei halten sich im Ausland auf. Die 48-Jährige sammelte als Haushaltshilfe gezielt Daten über Abwesenheiten und leitete sie weiter. Jüngere Mitglieder wurden als periphere Helfer eingesetzt. Alle verfügten über Spezialkenntnisse zu Schlössern und Schlüsseltypen, sodass Spuren oft vermieden wurden. Die Struktur zeigte klare Hierarchie und Aufgabenteilung: Der Anführer plante, der 43-Jährige führte operativ, der 22-Jährige sicherte den Rückzug. Die übrigen operativen Mitglieder übernahmen Erkundung, Vorbereitung und Ausführung. Periphere Helfer wurden bei Bedarf hinzugezogen, um die Bandenstruktur flexibel zu halten. Die Mitglieder hatten keine legale Erwerbstätigkeit und nutzten die kriminellen Einnahmen für den Lebensunterhalt.

Welche Beweise sichergestellt wurden

Bei Durchsuchungen fanden die Beamten zahlreiche Schmuckstücke, Uhren, Designer-Taschen, Mobiltelefone, SIM-Karten, Kameras, Laptops, Tablets, Silberbesteck, religiöse Ikonen, Spielkonsolen und Einbruchswerkzeuge. Zudem wurden 1.300 Euro aus einem Sparschwein sowie Karten und Unterlagen von Geldtransferdiensten beschlagnahmt. Ein Fahrzeug wurde als Tatmittel sichergestellt. Etwa 76.000 Euro waren über Geldtransferfirmen ins Ausland geschickt worden. Die beschlagnahmten Gegenstände umfassen auch Pseudoschmuck, Parfums, Fotoausrüstung, Tablets, elektronische Geräte, Silberbesteck-Sets, vergoldete religiöse Ikonen, Spielkonsolen, 40 Schreibfedern und weitere Beweismittel, deren Herkunft noch geprüft wird. Die sichergestellten Gegenstände belegen die systematische Beutesicherung und den Weiterverkauf oder Export von Wertgegenständen. Die Geldtransferunterlagen belegen die internationale Geldwäschekomponente der Organisation. Die Liste umfasst zudem Schlüssel, Werkzeuge und Dokumente, die die Infrastruktur der Bande belegen.

Welche rechtlichen Vorwürfe erhoben werden

Gegen die Beschuldigten liegt eine Anklage wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vor, die schwere Diebstähle in Mittäterschaft und fortgesetzt beging. Zusätzlich werden Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäsche vorgeworfen. Die Täter hatten bereits früher wegen ähnlicher Delikte Aufmerksamkeit erregt, waren mit Auflagen belegt und hatten Haftstrafen verbüßt. Die Organisation bestand seit mindestens Juli 2025 und wies klare Rollenverteilung, eigene Infrastruktur und internationale Verbindungen auf. Die Ermittlungen ergaben keine legale Erwerbstätigkeit der Beschuldigten; die kriminellen Einnahmen dienten der Lebenshaltung. Die Anklage umfasst auch die Nutzung von Fahrzeugen Dritter und operative Kommunikationsmittel, die die kriminelle Infrastruktur untermauern. Die Anklage nennt zudem den Gesamtvorteil von über 120.000 Euro aus den Taten.

Wie die Ermittlungen weitergehen

Die Polizei prüft weiter, ob die Organisation an weiteren Taten beteiligt war. Die Untersuchung soll das gesamte Ausmaß der kriminellen Aktivitäten und mögliche Verbindungen ins Ausland klären. Die drei Festgenommenen wurden der zuständigen Staatsanwaltschaft vorgeführt. Die Direktion setzt die Ermittlungen fort, um alle Taten und etwaige weitere Beteiligte zu erfassen. Ziel bleibt die vollständige Rekonstruktion der Bandenstruktur und der Verbleib weiterer Beute. Die Ermittler wollen auch klären, ob weitere Personen in die Organisation eingebunden waren.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie viele Einbrüche wurden aufgeklärt?

Bisher sind 23 Fälle von Einbrüchen, Diebstählen und Versuchen in zehn Athener Stadtteilen aufgeklärt worden, darunter Agia Paraskevi, Paleo Faliro und Chalandri.

Wie hoch war der illegale Gewinn?

Die ELAS schätzt den illegalen Erlös auf mehr als 179.000 Euro. Davon wurden etwa 76.000 Euro über Geldtransferdienste ins Ausland geschickt.

Welche Methoden nutzte die Bande?

Die Täter führten abendliche Erkundungen durch, markierten Türen, nutzten Schlüssel oder brachen Schlösser auf. Sie arbeiteten mit einem Informationsnetzwerk und setzten Fahrzeuge auf Drittpersonen ein.

Wer wurde festgenommen?

Drei ausländische Staatsangehörige im Alter von 22, 37 und 43 Jahren wurden am 17. September 2026 in Attika festgenommen. Fünf weitere Mitglieder wurden identifiziert.

Welche Gegenstände wurden sichergestellt?

Beamte beschlagnahmten Schmuck, Uhren, Elektronikgeräte, Besteck, Kameras, Einbruchswerkzeuge und 1.300 Euro Bargeld sowie Fahrzeuge und Transferunterlagen.