Die Maßnahme markiert den Auftakt der Europäischen Mobilitätswoche 2026 und soll Athen als Vorbild für barrierefreie Städte etablieren.
Was ist der taktile Stadtplan und wo wurde er installiert?
Der neue taktile Stadtplan befindet sich im ersten Untergeschoss des U-Bahnhofs Syntagma am Beginn der archäologischen Dauerausstellung. Er stellt die zentrale Achse Omonia – Monastiraki – Syntagma dar und enthält taktile Symbole für Gebäude, Plätze, Kirchen, archäologische Stätten sowie U-Bahn-Stationen. Straßen, Fußwege und Nummerierungen sind in Brailleschrift ausgeführt. Ein zusätzlicher erläuternder Plan ermöglicht auch Sehenden die Nutzung. Ein QR-Code liefert eine akustische Beschreibung. Der Plan verbindet alltägliche urbane Mobilität mit dem kulturellen Erbe der Stadt und richtet sich an Menschen mit Sehbehinderung, um ihnen die Orientierung im Zentrum zu erleichtern. Die Gestaltung nutzt taktile Symbole unterschiedlicher Form, Textur und Höhe, während Straßennamen, Nummerierungen und die Legende in Brailleschrift gehalten sind. Durch die Platzierung am Beginn der archäologischen Ausstellung wird die Verbindung zwischen täglicher Fortbewegung und dem historischen Erbe der Stadt besonders deutlich. Nutzer können sowohl die Lage zentraler Punkte wie Omonia, das Rathaus, die Varvakeios, Monastiraki und Syntagma ertasten als auch die umgebenden Straßen und Plätze erkunden.
Wie wurde der Plan entwickelt und wer war beteiligt?
Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen. Haris Doukas dankte dem Kartografielabor der Nationalen Technischen Universität Athen, Vertretern von Organisationen blinder Menschen, der Betreibergesellschaft STASY sowie der städtischen Arbeitsgruppe für Barrierefreiheit und Inklusion. Das Projekt verbindet alltägliche Mobilität mit dem kulturellen Erbe der Stadt. Doukas betonte, dass der Plan gemeinsam mit den Menschen entworfen wurde, die ihn nutzen werden. Er hob ausdrücklich das Kartografielabor der NTUA, die Vertreter blinder Verbände, STASY und die städtische Arbeitsgruppe hervor, die alle zur Umsetzung beigetragen haben. Die enge Einbeziehung der späteren Nutzergruppen stellte sicher, dass die Symbole in Form, Textur und Höhe den tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen und die Brailleschrift sowie die akustische Ergänzung über den QR-Code praktisch einsetzbar sind.
Welche Ziele verfolgt der Bürgermeister mit dieser Initiative?
Haris Doukas bezeichnete den Plan als Referenzpunkt für universelle Zugänglichkeit. Ziel ist es, Athen als Modell einer inklusiven Stadt zu positionieren. Die Maßnahme soll Menschen mit Sehbehinderung die Orientierung im Stadtzentrum erleichtern und gleichzeitig das Bewusstsein für barrierefreie Gestaltung stärken. Doukas sprach von einem taktilen Stadtplan, der es ermöglicht, durch Berührung die Lage von Omonia, dem Rathaus, der Varvakeios, Monastiraki und Syntagma zu erfassen. Er wünscht sich, dass der Plan zu einem Maßstab für umfassende Barrierefreiheit wird und Athen als Beispiel einer inklusiven Stadt etabliert. Indem der Plan sowohl taktile als auch visuelle und akustische Informationen bietet, wird er für alle Besucher nutzbar und unterstreicht den Anspruch auf universelle Zugänglichkeit.
Wie steht die Initiative im Kontext der Europäischen Mobilitätswoche 2026?
Die Einweihung erfolgte zum Start der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September 2026. Die Woche widmet sich europaweit der Förderung nachhaltiger und inklusiver Mobilität. Die taktile Karte ergänzt bestehende Angebote und zeigt, wie technische und gestalterische Lösungen die Teilhabe verbessern können. Sie wurde als erste Maßnahme dieser Art im Zentrum Athens präsentiert und soll den Auftakt für weitere Schritte in Richtung barrierefreier Gestaltung bilden. Die Verknüpfung mit der archäologischen Ausstellung verdeutlicht, dass barrierefreie Lösungen auch den Zugang zu kulturellen Angeboten erleichtern.
Welche weiteren Schritte sind für die barrierefreie Gestaltung Athens geplant?
Der Stadtplan soll als Vorbild für weitere Standorte dienen. Die Stadtverwaltung plant, die gewonnenen Erkenntnisse auf andere öffentliche Räume zu übertragen. Langfristig soll die Kombination aus taktilen Elementen, akustischen Informationen und digitalen Angeboten die Zugänglichkeit der gesamten Innenstadt erhöhen. Doukas sieht in dem Projekt einen konkreten Beitrag, um Athen zu einer Stadt zu machen, in der alle Bürger unabhängig von Sehfähigkeit am urbanen Leben teilhaben können. Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Betroffenen und Fachlaboren sollen dabei als Grundlage für künftige Projekte dienen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Wo genau befindet sich der taktile Stadtplan?
Der Plan steht im ersten Untergeschoss des U-Bahnhofs Syntagma direkt am Beginn der archäologischen Ausstellung.
Welche Informationen enthält der Plan?
Er zeigt taktil die wichtigsten Gebäude, Plätze, Kirchen, archäologischen Stätten, U-Bahn-Stationen sowie Straßen und Fußwege zwischen Omonia, Monastiraki und Syntagma.
Ist der Plan auch für Sehende nutzbar?
Ja, ein zusätzlicher erläuternder Plan und ein QR-Code mit akustischer Beschreibung stehen allen Besuchern zur Verfügung.
Wer hat den Plan entwickelt?
Das Kartografielabor der Nationalen Technischen Universität Athen hat ihn in Zusammenarbeit mit Betroffenen und städtischen Diensten erstellt.
Welche Bedeutung hat die Initiative für die Stadt?
Sie soll Athen als Vorbild einer inklusiven und barrierefreien Stadt etablieren und weitere ähnliche Projekte anregen.
