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Howard Webb, Leiter von Pro Ref, hat erläutert, warum das VAR den Treffer von Erling Haaland im Manchester-Derby fälschlich anerkannte

Howard Webb, Leiter von Pro Ref, hat erläutert, warum das VAR den Treffer von Erling Haaland im Manchester-Derby fälschlich anerkannte

Die begrenzte Sicht und eine unvollständige Prüfung der Position von Enzo Fernández führten zu dem Fehler. Pro Ref räumte das Versäumnis ein und setzte die beteiligten Schiedsrichter vorübergehend ab.

Warum das VAR den Haaland-Treffer anerkannte

Howard Webb, Chef der englischen Schiedsrichterorganisation Pro Ref, hat in einer Sendung von Sky Sports und TNT Sports die Vorgänge um den Treffer von Erling Haaland im Manchester-Derby erläutert. Das Tor wurde am vergangenen Sonntag im Old Trafford fälschlich gegeben. Das halbautomatische Abseits-System zeigte zunächst korrekt an, dass Haaland nicht im Abseits stand. Dennoch übersah das VAR-Team die mögliche Einflussnahme von Enzo Fernández aus einer Abseitsposition. Webb betonte, dass die Schiedsrichter sich zu sehr auf die Position des Stürmers konzentrierten und die gesamte Szene nicht vollständig bewerteten. Fernández versuchte, den Ball zu berühren, ohne ihn tatsächlich zu erreichen. Diese Handlung wurde nicht ausreichend geprüft, weil die VAR-Beamten nur eine eingeschränkte Bildansicht hatten. Das System hatte schnell festgestellt, dass Haaland im Spiel stand. Bei der manuellen Nachprüfung lag der Fokus jedoch einseitig auf dem Torschützen. Webb sagte, dass die Prüfung, ob Fernández den Ball berührt hatte, zwar stattfand, weil dies bedeuten könnte, dass er ihn zu Haaland weiterleitet, der dann trifft. Fernández berührte den Ball nicht, doch die weiteren Elemente des Abseits wurden nicht vollständig bewertet. Zu diesem Zeitpunkt verfügten die Beamten nur über eine begrenzte optische Ansicht.

Reaktion von Pro Ref und den Schiedsrichtern

Webb äußerte persönliche Enttäuschung über den Vorfall. Er erklärte, dass alle Beteiligten, besonders die Schiedsrichter selbst, das Fehlverhalten bedauerten. Die VAR-Schiedsrichter Matt Donohue und Blake Andreou werden bis zum Ende der Länderspielpause keine Spiele leiten. Pro Ref informierte Manchester United über das Versehen und entschuldigte sich bei dem Klub. Webb sagte, er sei wirklich enttäuscht gewesen von dieser Entwicklung. Alle seien es, niemand mehr als die Schiedsrichter selbst. Sie seien sehr stolz auf ihre Arbeit und fühlten sich nun schlecht, weil sie in diesem Fall versagt hätten. Die Organisation bestätigte, dass solche Fehler selten vorkommen, aber in diesem Fall die Protokolle nicht vollständig eingehalten wurden. Die begrenzte Bildperspektive verhinderte eine umfassende Analyse der Einflussnahme durch Fernández.

Technische und organisatorische Hintergründe

Das halbautomatische Abseits-System lieferte eine schnelle und korrekte Einschätzung zu Haalands Position. Die anschließende manuelle Überprüfung durch das VAR-Team konzentrierte sich jedoch einseitig auf den Torschützen. Webb erläuterte, dass die Prüfung, ob Fernández den Ball berührte, zwar erfolgte, die weitergehende Bewertung seiner Position und möglichen Einflusses jedoch unterblieb. Diese Vorgehensweise widerspricht den internen Richtlinien von Pro Ref. Die begrenzte Kameraperspektive gilt als zentraler Faktor für das Versäumnis.

Auswirkungen auf die beteiligten Schiedsrichter

Die vorübergehende Absetzung von Donohue und Andreou dient der internen Aufarbeitung. Webb betonte, dass die beiden Schiedsrichter sonst als sehr zuverlässig gelten. Die Pause soll Raum für eine detaillierte Nachbesprechung schaffen. Manchester United erhielt eine offizielle Mitteilung, wie es bei vergleichbaren Vorfällen üblich ist. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Qualität der Video-Schiedsrichter-Entscheidungen in der Premier League auf. Pro Ref sieht jedoch keine strukturellen Mängel, sondern einen Einzelfall, der auf die eingeschränkte Sicht zurückzuführen ist.

FAQ: Häufige Fragen zum VAR-Entscheid im Manchester-Derby

Warum wurde der Treffer von Haaland trotz Abseitsverdacht gegeben?

Das halbautomatische System zeigte Haaland zunächst als im Spiel stehend an. Das VAR-Team prüfte die Position von Enzo Fernández nicht vollständig, weil es sich auf die Lage des Torschützen konzentrierte und nur eine eingeschränkte Bildansicht hatte. Fernández versuchte, die Kugel zu spielen, ohne sie zu erreichen. Diese mögliche Einflussnahme wurde nicht vollständig analysiert.

Welche Konsequenzen hat der Fehler für die Schiedsrichter?

Matt Donohue und Blake Andreou dürfen bis zum Ende der Länderspielpause keine Partien leiten. Pro Ref hat das Versäumnis gegenüber Manchester United offiziell eingeräumt.

Was sagte Howard Webb zu dem Vorfall?

Webb äußerte Enttäuschung und betonte, dass die Schiedsrichter das Fehlverhalten persönlich bedauern. Er erklärte die begrenzte Sicht als Hauptursache für die unvollständige Prüfung. Alle Beteiligten seien stolz auf ihre Arbeit und fühlten sich nun schlecht, weil sie versagt hätten.

Wurde das Tor nachträglich aberkannt?

Nein. Das Ergebnis des Spiels bleibt bestehen. Pro Ref erkannte lediglich den Fehler an und leitete interne Maßnahmen ein.

Wie soll künftig ähnlichen Fehlern vorgebeugt werden?

Die Quelle enthält keine Angaben zu zukünftigen Maßnahmen oder Systemänderungen.