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Kennedy Center vor Insolvenz und Schließung des Hauptgebäudes

Kennedy Center vor Insolvenz und Schließung des Hauptgebäudes

Das Board des Kennedy Centers soll am Dienstag über die Schließung des Hauptgebäudes entscheiden. Grund sind fehlende Einnahmen und notwendige Reparaturen. Die Washington Post stützt sich auf interne Dokumente, die ein Finanzloch von 23 Millionen Dollar nach Einsparungen zeigen.

Warum das Kennedy Center zahlungsunfähig werden könnte

Das Board des Kennedy Centers plant eine Abstimmung am Dienstag über die mögliche Schließung des Hauptgebäudes. Interne Unterlagen, die der Washington Post vorliegen, zeigen, dass das Zentrum nicht mehr in der Lage sein könnte, Gehälter oder Wartungsverträge zu bezahlen. Das Haus leidet unter stark rückläufigen Ticketverkäufen und unerwarteten Reparaturkosten nach einer Sturmschädigung Anfang September. Mitglieder des Boards warnen ausdrücklich, dass die Zahlungsunfähigkeit unmittelbar bevorstehen könnte, falls keine neuen Mittel fließen. Die Washington Post stützt sich dabei auf ein Paket interner Dokumente, die der Redaktion zugespielt wurden. Das Zentrum rechnet für das laufende Jahr mit Einnahmen von nur 124 Millionen Dollar statt der geplanten 220 Millionen. Auch nach umfangreichen Kürzungen bleibt ein Defizit von etwa 23 Millionen Dollar bestehen. Künstler haben bereits Auftritte abgesagt, seit das Haus unter neuer Leitung steht. Die Warnungen der Board-Mitglieder beziehen sich direkt auf die fehlende Fähigkeit, laufende Verpflichtungen zu erfüllen. Die Washington Post betont, dass diese Einschätzung auf konkreten internen Unterlagen basiert, die der Redaktion zugänglich gemacht wurden. Das Zentrum selbst hat sich zu den neuen Berichten nicht geäußert und verweist auf eine Stellungnahme vom 4. September, in der jahrzehntelange Versäumnisse der vorherigen Leitung kritisiert wurden.

Welche politischen Entscheidungen zum Finanzproblem beitrugen

Präsident Trump besetzte das Board mit eigenen Vertrauten. Im Dezember ließ er den Namen des Vorgängers entfernen und schlug die Umbenennung in „Trump Kennedy Center“ vor. Ein Gericht hob diese Änderung später wieder auf. Das Board erwägt nun, öffentlich Unterstützung für den Präsidenten zu signalisieren, um neue Spenden zu gewinnen und die Schließung abzuwenden. Intern liegen dem Board zehn verschiedene Textvarianten vor, die auf der Fassade angebracht werden könnten. Sie sollen Trump für Renovierungsarbeiten danken und so neue Geldgeber ansprechen. Das Zentrum selbst verweist auf jahrzehntelange Versäumnisse der Vorgängerleitung. Die Washington Post berichtet, dass eine öffentliche Unterstützungserklärung für den Präsidenten als möglicher Weg gesehen wird, um Finanzierungen zu sichern und das drohende Aus zu verhindern. Die Board-Mitglieder sehen darin eine Chance, zusätzliche Mittel einzuwerben. Die zehn Textvarianten sollen alle unter dem Namen des Präsidenten platziert werden und ausdrücklich die Renovierungsarbeiten hervorheben. Das Zentrum selbst betont in internen Notizen, dass eine solche öffentliche Anerkennung neue Spender anziehen könnte. Das Board hatte bereits im März beschlossen, das Gebäude für zwei Jahre zu schließen, um dringende Sanierungsarbeiten durchzuführen.

Wie sich die Einnahmen und Besucherzahlen entwickelt haben

Die Ticketverkäufe liegen derzeit auf dem niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie. Mehrere Künstler sagten geplante Veranstaltungen ab, nachdem Trump Einfluss auf das Haus genommen hatte. Das Board hatte bereits im März beschlossen, das Gebäude für zwei Jahre zu schließen, um dringende Sanierungsarbeiten durchzuführen. Ein Sturm Anfang September beschädigte das Dach. Teile der Decke lösten sich und fielen herab. Diese zusätzlichen Reparaturkosten verschärfen die ohnehin angespannte Haushaltslage weiter. Die Einnahmen liegen damit deutlich unter den budgetierten 220 Millionen Dollar und erreichen nur rund 124 Millionen Dollar. Die Washington Post dokumentiert, dass die Absagen von Künstlern unmittelbar nach der Übernahme durch Trump einsetzten. Das bereits im März beschlossene zweijährige Renovierungsprogramm sollte eigentlich die Grundlage für eine langfristige Sanierung schaffen. Der Sturm Anfang September fügte jedoch neue, unerwartete Schäden hinzu, die zusätzliche Mittel binden. Das Zentrum rechnet mit erheblichen Einnahmeausfällen und sieht in der aktuellen Lage ein akutes Risiko für den Fortbestand des Betriebs.

Welche Folgen eine Schließung für Washington hätte

Das Kennedy Center gilt als eines der wichtigsten Häuser für darstellende Künste in den USA. Eine vorübergehende oder dauerhafte Schließung würde zahlreiche Veranstaltungen und Arbeitsplätze betreffen. Das Zentrum hat sich bisher nicht zu den neuen Berichten geäußert und verweist auf eine Stellungnahme vom 4. September. Die mögliche Schließung ab Dienstag würde das kulturelle Angebot der Hauptstadt unmittelbar einschränken. Das Board sieht in der Abstimmung eine letzte Möglichkeit, das Haus noch zu retten. Die interne Einschätzung bleibt jedoch pessimistisch, solange keine neuen Finanzierungsquellen erschlossen werden. Eine Schließung könnte auch bestehende Verträge und laufende Wartungsarbeiten gefährden und das Ansehen des Hauses als zentraler Kulturort der US-Hauptstadt beeinträchtigen.

FAQ: Häufige Fragen zum Kennedy Center

Wann entscheidet das Board über die Schließung?

Das Board soll am Dienstag, dem 15. September 2026, über die mögliche Schließung des Hauptgebäudes abstimmen.

Wie hoch ist das aktuelle Finanzdefizit?

Nach Einsparungen fehlen noch etwa 23 Millionen Dollar bei erwarteten Einnahmen von 124 Millionen Dollar.

Hat Trump das Zentrum umbenannt?

Ein Versuch, das Haus in „Trump Kennedy Center“ umzubenennen, wurde von einem Gericht rückgängig gemacht.

Warum brechen die Einnahmen ein?

Die Ticketverkäufe sind auf den niedrigsten Stand seit der Pandemie gesunken. Mehrere Künstler haben Auftritte abgesagt.

Welche Reparaturen stehen an?

Das Board hatte bereits im März eine zweijährige Schließung für Sanierungsarbeiten beschlossen. Ein Sturm Anfang September verursachte zusätzliche Schäden am Dach.