Der Generalsekretär des Zentralkomitees der KKE, Dimitris Koutsoumbas, hat während eines Treffens mit Landwirten und Viehzüchtern in Atalanti die volle Unterstützung seiner Partei für die Forderungen der Agrarbranche zugesichert. Er kritisierte hohe Produktionskosten, unzureichende staatliche Maßnahmen gegen Tierseuchen und die Verfolgung von Aktivisten. Der Besuch fand im Rahmen einer Reise durch die Region Fthiotida statt.
Warum unterstützt die KKE die Forderungen der griechischen Landwirte?
Der Generalsekretär Dimitris Koutsoumbas betonte bei dem Treffen in Atalanti die schwierige Lage der griechischen Landwirtschaft. Die Branche sei in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt getroffen worden, zuletzt besonders stark. Die KKE stehe an der Seite der Landwirte, weil deren Kampf für faire Bedingungen gerecht sei und nicht kriminalisiert werden dürfe. Koutsoumbas hob hervor, dass die Partei eine Änderung des Strafrechts fordere, um Verfahren gegen protestierende Landwirte zu stoppen. Er sagte wörtlich: „Der Kampf der Landwirte ist gerecht, für gerechte Forderungen, für unser Leben und das unserer Kinder und darf nicht kriminalisiert werden.“ Begleitet wurde er von Kosta Basdekis, Mitglied des Zentralkomitees, und Dimitris Alexopoulos, Sekretär der TE Fthiotida der KKE. Die KKE sieht in der Allianz von Arbeitern und Landwirten die Grundlage, um gemeinsam politische Veränderungen durchzusetzen. Koutsoumbas unterstrich, dass nur diese Einheit es ermögliche, gegen die Interessen von Monopolen und Oligarchen vorzugehen. Er verwies darauf, dass die Landwirte in den letzten Jahren immer wieder Schläge hinnehmen mussten, ohne dass grundlegende Probleme gelöst wurden. Die Partei fordert daher eine konsequente Vertretung dieser Interessen in der kommenden Legislaturperiode. Die Landwirte und Viehzüchter der Region versammelten sich, um die anhaltenden Probleme zu erörtern, die in den letzten Jahren noch verschärft wurden.
Welche Probleme nannten die Landwirte in Atalanti konkret?
Der Vorsitzende des Landwirtschaftsvereins Atalanti, Christos Ligdis, schilderte die aktuelle Situation als noch verschärft gegenüber früheren Jahren. Die Ankündigungen der Regierung auf der Thessaloniki-Messe brächten keine Lösungen für garantierte Preise, Maßnahmen zur Sicherung der Viehzucht oder Impfprogramme. Zudem entstehe derzeit eine Welle von Strafverfahren, die Landwirte davon abhalten solle, sich zu organisieren. Die Teilnehmer sprachen außerdem über steigende Produktionskosten und die unzureichende Reaktion der Behörden auf Tierseuchen. Ligdis betonte, dass die Regierung nur garantieren könne, keine Lösungen für die eigenen Forderungen zu liefern. Er erinnerte an die großen Mobilisierungen und Blockaden der Vergangenheit, die darauf abzielten, dass Landwirte produzieren, überleben und mit ihren Familien im Ort bleiben können. Heute sei die Lage noch schwieriger. Die Regierungsexklamationen garantierten lediglich, dass keine echten Lösungen für garantierte Preise oder spezifische Maßnahmen gegen Tierseuchen kommen würden. Ligdis rief alle Parteien auf, Stellung zu beziehen, damit die Kriminalisierung der Proteste gestoppt wird. Die Diskussion umfasste auch die Erfahrungen mit unzureichenden Impfprogrammen und die politischen Entwicklungen insgesamt.
Welche Ursachen sieht Koutsoumbas für die hohen Kosten?
Koutsoumbas nannte als Hauptursache die Rolle von Zwischenhändlern, Großhändlern, Industrie und Banken. Diese Gruppen profitierten von niedrigen Ankaufspreisen und hohen Verkaufspreisen. Gleichzeitig fehlten Infrastrukturmaßnahmen und eine Reform des ELGA-Versicherungssystems, das Schäden bisher nicht vollständig abdecke. Steuerliche Belastungen kämen hinzu, während andere Gruppen wie Reeder oder strategische Investoren Steuererleichterungen erhielten. Er kritisierte, dass die Landwirte für die Profite weniger arbeiten und ihre Produktion billig aufgekauft und teuer weiterverkauft werde. Koutsoumbas erläuterte, dass die Landwirte für die Profite weniger arbeiten und ihre Produktion billig aufgekauft und teuer weiterverkauft werde. Er forderte eine Änderung des ELGA-Regelwerks, damit alle Schäden zu 100 Prozent ersetzt werden. Zusätzlich kritisierte er die steuerlichen Lasten, die auf den Landwirten lasten, während Reeder und strategische Investoren steuerliche Vorteile bis hin zur Verfassungsänderung erhalten. Die KKE sieht darin eine systematische Benachteiligung der Agrarbranche zugunsten weniger großer Akteure. Die fehlende Infrastruktur und die unveränderte ELGA-Regelung verhindern eine vollständige Absicherung gegen alle Katastrophen, wie sie von der Agrarbewegung gefordert wird.
Welche politische Alternative schlägt die KKE vor?
Koutsoumbas stellte die Programmpunkte seiner Partei vor. Dazu gehören garantierte Preise, niedrige Produktionskosten, staatlicher Schutz vor Naturkatastrophen und Tierseuchen sowie kostenlose öffentliche Bildung und Gesundheitsversorgung. Langfristig soll eine sozialisierte Industrie entstehen, die mit freiwilligen Produktionsgenossenschaften zusammenarbeitet. Ziel sei eine Wirtschaft, die den Bedürfnissen der Bevölkerung diene und nicht den Interessen weniger Monopole. In einer KKE-Regierung würde die Landwirtschaft neben der sozialisierten Industrie stehen und mit isolierten Kooperationen mit anderen Ländern verbunden sein. Koutsoumbas beschrieb, dass unter einer KKE-Regierung die Landwirtschaft neben der sozialisierten Industrie stehen und mit gleichberechtigten Kooperationen mit anderen Ländern verbunden sein soll. Freiwillige Produktionsgenossenschaften sollen eine zentrale Rolle spielen und mit der Industrie sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Landes verknüpft werden. Ziel ist eine Wirtschaft, die den Bedürfnissen der Bevölkerung dient und nicht den Interessen weniger Monopole. Alle Zwischenhändler und Profiteure sollen ausgeschaltet werden, während der Staat die Verantwortung für Bildung, Gesundheit, Sport und Kultur übernimmt und wissenschaftlich geplant finanziert. Die Agrarwirtschaft soll durch diese Strukturen gestärkt und vor Ausbeutung geschützt werden.
Was fordert die KKE für die kommenden Wahlen?
Koutsoumbas rief dazu auf, die KKE zu stärken, um eine konsequente Vertretung der Interessen von Arbeitern und Landwirten zu sichern. Er betonte, dass Wahlen allein keine Lösung brächten, sondern mit breiten gemeinsamen Aktionen verbunden werden müssten. Die Partei stehe für Stabilität und Unabhängigkeit von wechselnden Bündnissen. Er forderte die Wähler auf, die KKE zu unterstützen, da sie nicht verhandelbar sei und nicht wie andere Parteien ihre Positionen ändere. Koutsoumbas erinnerte an die bevorstehenden Wahlen und betonte, dass diese allein das Problem nicht lösen. Es brauche große gemeinsame Kämpfe, bei denen alle vereint Hand in Hand den Weg öffnen. Die KKE solle gestärkt werden, damit sie weder verhandelbar noch wandelbar sei. Er verwies auf die vielen Parteien, die gekommen und gegangen seien, und stellte die KKE als die einzige Kraft mit Stabilität, Konsequenz, Uneigennützigkeit und Ehrlichkeit dar. Die Wähler sollten dies bei den Wahlen bedenken, vor allem aber die gemeinsamen Straßenproteste unterstützen. Die Partei betont die Notwendigkeit, den Weg gemeinsam zu beschreiten, um die Region Lokrida, Fthiotida, die Zentralgriechenland und das ganze Land voranzubringen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Koutsoumbas und den griechischen Landwirten
Welche Forderungen stehen im Mittelpunkt der Proteste?
Die Landwirte fordern garantierte Preise für ihre Produkte, eine Senkung der Produktionskosten und vollständige Entschädigungen bei Schäden durch Naturereignisse oder Tierseuchen.
Warum kritisiert die KKE die Regierungsmaßnahmen?
Die Partei sieht die bisherigen Ankündigungen als unzureichend an, weil sie weder faire Preise noch ausreichenden Schutz vor Strafverfolgung gewährleisten.
Welche Rolle spielt der ELGA-Versicherungsfonds?
Der Fonds soll nach den Vorstellungen der KKE und der Agrarverbände alle Schäden zu 100 Prozent abdecken, was derzeit nicht der Fall ist.
Wie bewertet Koutsoumbas die Strafverfahren gegen Landwirte?
Er bezeichnet sie als Versuch, Proteste zu unterbinden, und fordert deren sofortige Beendigung durch eine entsprechende Gesetzesänderung.
Was bedeutet die geforderte Allianz zwischen Arbeitern und Landwirten?
Die KKE sieht darin die Grundlage für gemeinsame politische und gewerkschaftliche Aktionen, die langfristig eine andere Wirtschaftsordnung ermöglichen sollen.
