Eine exklusive Modeauktion bringt die Glanzwelt des Kinos direkt in die Garderoben von Sammlern. Unter dem Titel „Bold Luxury: As Seen On Edit“ versteigert das Auktionshaus Julien’s Auctions in Los Angeles im kommenden Monat authentische Kleidungsstücke aus Blockbustern und Serien wie „The Devil Wears Prada“, „Emily in Paris“ und „Sex and the City“. Die Kollektion umfasst sowohl filmgetragene Kostüme als auch seltene Archivstücke der Haute Couture. Diese Auktion verbindet Popkultur mit historischer Mode und bietet Fans die Chance, Modegeschichte zu erwerben. Dieser Artikel beleuchtet die Highlights der Auktion, die geschätzten Preise und die Bedeutung der Filmmode für Sammler.
Was macht die „Bold Luxury“-Auktion so besonders?
Die Auktion zeichnet sich durch die Verbindung von authentischer Filmgeschichte und hochkarätiger Archivmode aus. Das Auktionshaus Julien’s Auctions präsentiert eine kuratierte Auswahl, die weit über gewöhnliche Second-Hand-Ware hinausgeht. Es handelt sich um Stücke, die unmittelbar mit ikonischen Charakteren und unvergesslichen Filmszenen verknüpft sind.
Die Kollektion umfasst nicht nur die Kleidung, die Schauspielerinnen während der Dreharbeiten trugen, sondern auch wertvolle Archivstücke von Designern wie Tom Ford für Gucci oder Karl Lagerfeld für Chanel aus den 1990er Jahren. Diese Mischung macht die Veranstaltung zu einem zentralen Ereignis für Fashionistas und Modehistoriker gleichermaßen. Die Teilnehmer können zwischen dem maximalistischen Stil moderner Serien und der klassischen Eleganz der Haute Couture wählen.
Die Rolle der Kuratierung
Laut Gabriela Schwartz, Chief Brand Officer von Julien’s Auctions, beginnt der Stil oft auf der Leinwand, bevor er die Straßen von Paris oder die Laufstege von New York erobert. Die Auswahl der Stücke zielt darauf ab, die dauerhafte Verbindung zwischen Film und Mode zu feiern und eine neue Generation von Sammlern anzusprechen.
Welche Highlights aus „The Devil Wears Prada“ erwarten die Bieter?
Ein zentrales Highlight der Auktion ist ein Ensemble, das von Meryl Streep in ihrer Rolle als Miranda Priestly getragen wurde. Das Kostüm stammt aus der Schlüsselszene des Films von 2006, in der sie den Trend zu Blumenmustern mit dem berühmten Satz „Blumen für den Frühling? Revolutionär“ kommentiert.
Für dieses spezifische Kostüm erwartet das Auktionshaus einen Schätzpreis zwischen 800 und 1.200 US-Dollar. Es repräsentiert nicht nur die Macht der Figur, sondern auch die Fähigkeit des Films, Modetrends in der Realität zu beeinflussen. Solche Stücke sind für Fans der Filmgeschichte von unschätzbarem Wert, da sie die Essenz der Charakterentwicklung durch Kleidung einfangen.
Was sind die teuersten Stücke aus „Sex and the City“?
Die Erbschaft von „Sex and the City“ ist in dieser Auktion stark vertreten, wobei die Preise für die ikonischen Stücke deutlich höher liegen als bei den Serienkostümen der jüngeren Zeit. Besonders im Fokus steht ein handbemaltes Fanny-B-Mantel aus den 1960er Jahren, der von Sarah Jessica Parker getragen wurde. Dieser wird auf 2.500 bis 3.500 US-Dollar geschätzt.
Ein weiteres bedeutendes Stück ist ein Kleid mit Leopardenmuster von Roberto Cavalli, das in der dritten Staffel der Serie erschien. Auch hier liegt der Schätzwert bei bis zu 2.500 US-Dollar. Diese hohen Preise verdeutlichen, wie sehr die Kleidung der Charaktere als kulturelle Artefakte wahrgenommen werden, die über den bloßen Gebrauchswert hinausgehen.
Wie viel kosten die Kostüme aus „Emily in Paris“?
Im Gegensatz zu den klassischen Filmklassikern bietet die Serie „Emily in Paris“ eine Auswahl an moderner, maximalistischer Mode, die für ein jüngeres Publikum attraktiv ist. Die Kostüme der von Lily Collins verkörperten Emily sind für ihren mutigen Stil bekannt, der oft zwischen High Fashion und trendigen Accessoires schwankt.
Die Schätzpreise für diese Stücke sind im Vergleich zu den Archivstücken moderater, aber dennoch beachtlich für Serien-Fans:
- Yens Face Bag: Die markante Acryl-Tasche aus der ersten Staffel wird auf 200 bis 300 US-Dollar geschätzt.
- Multifarbenes Kleid: Ein auffälliges Musterkleid aus derselben Episode wird mit 600 bis 800 US-Dollar bewertet.
- Blazer-Set: Ein rot-marineblauer Blazer mit passender Hose und schwarzen Stiefeln wird auf 300 bis 500 US-Dollar geschätzt.
- Tüllkleid „Pierre Who?“: Das rote Netzkleid aus der zehnten Episode der ersten Staffel wird mit 500 bis 700 US-Dollar angesetzt.
- Accessoire: Eine rote Kunstpelz-Tasche mit einem Eiffelturm-Anhänger wird mit etwa 300 US-Dollar bewertet.
Welche Archivmode ergänzt die Sammlung?
Neben den direkt aus Filmen stammenden Kostümen bietet die Auktion seltene Designer-Stücke, die den historischen Wert der Kollektion untermauern. Diese Stücke stammen von den bedeutendsten Namen der Modegeschichte und bieten Sammlern die Möglichkeit, echte Design-Geschichte zu erwerben.
Zu den exklusiven Angeboten gehören unter anderem:
- Archivstücke von Tom Ford für Gucci.
- Designentwürfe von Karl Lagerfeld für Chanel aus den 1990er Jahren.
- Stücke des renommierten Designers John Galliano.
- Ein Vintage-Goyard-Koffer, der als Garderobenschrank dient.
Diese Ergänzungen transformieren die Auktion von einer reinen Popkultur-Veranstaltung zu einer ernstzunehmenden Design-Auktion, die auch professionelle Mode-Archivare anspricht.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Modeauktion
Wann findet die Auktion statt?
Die Anmeldung und die Abgabe von Geboten begannen bereits am 6. November 2026. Die eigentliche Live-Auktion findet am 3. Dezember 2026 statt. Sie wird sowohl physisch in Los Angeles als auch online für internationale Bieter durchgeführt.
Wo kann man an der Auktion teilnehmen?
Die Auktion wird vom Haus Julien’s Auctions in Los Angeles durchgeführt. Teilnehmer können entweder vor Ort in den USA teilnehmen oder sich dem digitalen Angebot anschließen, um online aus der ganzen Welt mitzubieten.
Welche Marken sind in der Kollektion vertreten?
Die Kollektion umfasst sowohl Marken aus der Filmwelt als auch namhafte Designer wie Roberto Cavalli, Gucci, Chanel und Goyard. Auch die Arbeiten von John Galliano gehören zum Sortiment der angebotenen Archivmode.
Warum sind die Preise so unterschiedlich?
Die Preise variieren stark je nach Seltenheit, dem kulturellen Einfluss des Kleidungsstücks und der Bekanntheit der getragenen Szene. Während Serienkostüme oft im dreistelligen Bereich liegen, können ikonische Archivstücke mehrere tausend Dollar kosten.
Was ist der Unterschied zwischen Kostümen und Archivmode?
Kostüme sind Kleidungsstücke, die spezifisch für eine Film- oder Fernsehproduktion angefertigt oder ausgewählt wurden. Archivmode bezieht sich auf historische Stücke von Designern, die als Teil der Modegeschichte gesammelt und bewahrt werden.
Key takeaways
- Die Auktion „Bold Luxury“ findet am 3. Dezember 2026 statt.
- Ikonische Stücke aus „The Devil Wears Prada“ werden für bis zu 1.200 USD versteigert.
- „Sex and the City“-Kleidung erreicht Schätzwerte von bis zu 3.500 USD.
- Die Kollektion umfasst auch Designer-Archivstücke von Chanel und Gucci.
- Die Auktion bietet sowohl Online- als auch Live-Teilnahme an.
Die Verschmelzung von Leinwand und Realität
Die kommende Auktion von Julien’s Auctions verdeutlicht, dass Mode weit mehr ist als nur Kleidung; sie ist ein narratives Werkzeug. Durch die Versteigerung von Stücken aus „The Devil Wears Prada“ oder „Emily in Paris“ werden flüchtige Momente der Unterhaltung zu greifbaren Besitztümern. Für Sammler bietet diese Veranstaltung die seltene Gelegenheit, die Grenze zwischen der fiktiven Welt der Leinwand und der realen Geschichte der Haute Couture zu überschreiten. Damit festigt die Modeauktion ihren Status als Brücke zwischen Popkultur und historischem Kulturgut.
