Ein Mann starb, als sein Fahrzeug von einem reißenden Bach mitgerissen wurde. Tausende Menschen blieben ohne Strom, mehrere Schulen wurden geschlossen, Straßen und U-Bahn-Linien gesperrt und Dutzende Flüge am Flughafen El Prat sowie in Valencia gestrichen oder umgeleitet. Die Wetterbehörde AEMET hatte für den Nordosten Rotwarnungen herausgegeben.
Welche Gebiete waren am stärksten betroffen?
Die Unwetter konzentrierten sich auf den Nordosten Spaniens. In Barcelona und Umgebung fielen innerhalb kurzer Zeit über 90 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Provinz Valencia verzeichnete an mehreren Stationen 70 Millimeter Niederschlag in nur 30 Minuten. Die Behörden meldeten über 500 Einsätze in Katalonien und 478 Vorfälle in Valencia, vor allem überflutete Straßen, beschädigte Gebäude und Wasser in Kellern. Die katastrophalen Regenfälle trafen vor allem die Regionen Katalonien und Valencia. In Barcelona und den umliegenden Gebieten wurden innerhalb weniger Stunden Niederschlagsmengen von mehr als 90 Litern pro Quadratmeter gemessen. Die spanische Wetterbehörde AEMET hatte deshalb eine kurze Rotwarnung für Barcelona ausgesprochen. In Valencia fielen an verschiedenen Stationen 70 Millimeter Regen innerhalb einer halben Stunde. Die extremen Mengen führten zu plötzlichen Sturzfluten und überfluteten Straßen. Die katalanischen Notdienste registrierten mehr als 850 Notrufe und über 500 Einsätze. In Valencia wurden 478 Vorfälle gemeldet, hauptsächlich Überschwemmungen von Häusern und Verkehrsproblemen. Die Wetterlage änderte sich während der Nacht ständig, sodass die Warnungen mehrmals angepasst werden mussten. Die Einsätze der Feuerwehr umfassten die Bergung von Fahrzeugen aus überfluteten Tunneln und die Suche nach vermissten Personen. Die spanische Wetterbehörde AEMET hatte bereits vor starken Regenfällen im Osten des Landes gewarnt und den roten Alarm für kurze Zeit in Barcelona ausgelöst. Die Regionen erlebten zudem den Zusammenbruch eines Daches im Hospital Vall d’Hebron in Barcelona.
Wie viele Menschen waren ohne Strom und warum?
Mehrere Tausend Haushalte verloren die Stromversorgung. Die Kombination aus überfluteten Trafostationen und umgestürzten Bäumen auf Leitungen führte zu den Ausfällen. Die Stromversorger arbeiteten mit Notfallteams, um die Versorgung schrittweise wiederherzustellen. In einigen Stadtteilen von Barcelona dauerte die Unterbrechung bis in den Morgen des 17. September an. Die flächendeckenden Stromausfälle waren eine direkte Folge der extremen Niederschläge. Überflutete Trafostationen und umgestürzte Bäume auf Hochspannungsleitungen unterbrachen die Versorgung in weiten Teilen Kataloniens und Valencias. Tausende Haushalte blieben stundenlang ohne Strom. Die Versorgungsunternehmen setzten Notfallteams ein, um die Leitungen zu sichern und die Versorgung schrittweise wieder aufzunehmen. In manchen Vierteln Barcelonas hielten die Ausfälle bis in den frühen Morgen des 17. September an. Die Behörden warnten die Bevölkerung, beschädigte Leitungen nicht selbst zu berühren. Die Wetterereignisse folgten auf einen außergewöhnlich trockenen September nach einem rekordwarmen Sommer, wie die spanische Wetterbehörde AEMET feststellte.
Welche Verkehrsbehinderungen traten auf?
In Barcelona wurden Abschnitte der Ringstraße Ronda de Dalt gesperrt. Mehrere U-Bahn-Stationen mussten schließen. In Valencia stellten die Linien L1 und L2 des Metrovalencia den Betrieb ein. Am Flughafen El Prat wurden Dutzende Flüge gestrichen oder umgeleitet. Der Flughafen Valencia blieb mehrere Stunden geschlossen, was zwölf Umleitungen zur Folge hatte. Die spanische Flughafenbetreiberin AENA bestätigte die Zahlen. Die Regenmassen blockierten zahlreiche Verkehrswege. In Barcelona wurde die Ronda de Dalt an mehreren Ausfahrten gesperrt, U-Bahn-Stationen mussten schließen und Buslinien wurden umgeleitet. In Valencia ruhte der Betrieb auf den Linien L1 und L2 des Metrovalencia. Der Flughafen Valencia wurde für mehrere Stunden geschlossen, was zwölf Flugumleitungen nach sich zog. Am Flughafen El Prat in Barcelona kam es ebenfalls zu Dutzenden Streichungen und Umleitungen. Die spanische Flughafenverwaltung AENA bestätigte die Zahlen. Rettungskräfte mussten zahlreiche Fahrzeuge aus überfluteten Tunneln bergen. Die Feuerwehr setzte elf spezialisierte Teams ein, um den verunglückten Fahrer westlich von Barcelona zu bergen.
Warum wurden Schulen geschlossen?
Die Regionalregierungen von Andalusien und Murcia ordneten für den 17. September die Schließung von Schulen in den Gemeinden Pulpí, Huércal-Overa, Cuevas de Almanzora und etwa 15 weiteren Ortschaften an. Die Entscheidung erfolgte wegen überfluteter Zufahrtsstraßen und der anhaltenden Unwettergefahr. In Katalonien blieben die Schulen zunächst geöffnet, jedoch mit angepassten Transportplänen. Wegen der anhaltenden Unwettergefahr ordneten die Regionalregierungen von Andalusien und Murcia an, am 17. September den Präsenzunterricht auszusetzen. Betroffen waren die Gemeinden Pulpí, Huércal-Overa und Cuevas de Almanzora in Almería sowie etwa 15 weitere Ortschaften in Murcia. Die Maßnahme sollte Schüler und Lehrkräfte vor überfluteten Straßen und weiteren Sturzfluten schützen. In Katalonien blieben die Schulen geöffnet, der Unterricht fand jedoch unter erschwerten Bedingungen statt. Die Behörden in Murcia und Andalusien reagierten damit auf die anhaltende Gefahr durch Sturzfluten und blockierte Straßen.
Was sagte die spanische Regierung?
Ministerpräsident Pedro Sánchez forderte die Bevölkerung auf, den Anweisungen der Notdienste zu folgen und unnötige Wege zu vermeiden. Er schrieb auf X, die Lage sei in mehreren Landesteilen sehr schwierig. Die Rettungskräfte in Katalonien erhielten über 850 Notrufe. Ministerpräsident Pedro Sánchez appellierte an die Bevölkerung, die Empfehlungen der Notdienste strikt zu befolgen und alle nicht zwingend notwendigen Fahrten zu unterlassen. In einer Mitteilung auf X schrieb er, die starken Regenfälle und Gewitter hätten in mehreren Regionen sehr schwierige Situationen geschaffen. Besonders Katalonien und die Valencianische Gemeinschaft seien betroffen. Die Behörden riefen die Einwohner auf, sich ständig über aktuelle Warnungen zu informieren und gefährdete Gebiete zu meiden. Sánchez betonte, dass die Bevölkerung den Empfehlungen der Schutzbehörden folgen solle, um weitere Risiken zu vermeiden.
Wie ordnet die Wissenschaft das Ereignis ein?
Spanische Meteorologen weisen darauf hin, dass das Mittelmeer im Herbst wärmer als früher ist. Dadurch können einzelne Gewitterzellen mehr Feuchtigkeit aufnehmen und in kurzer Zeit große Regenmengen abregnen. Die aktuelle Episode folgte auf einen außergewöhnlich trockenen September nach einem rekordwarmen Sommer. Wissenschaftler führen die Intensität der Gewitter auf die Erwärmung des Mittelmeers zurück. Das wärmere Wasser verdunstet stärker und speist die Gewitterzellen mit zusätzlicher Feuchtigkeit. Dadurch können einzelne Zellen in kurzer Zeit große Regenmengen abregnen. Die aktuelle Episode ereignete sich nach einem außergewöhnlich trockenen September, der auf ein rekordwarmes Sommer folgte. Die spanische Wetterbehörde AEMET hatte bereits vor starken Regenfällen im Osten des Landes gewarnt. Experten sehen darin ein Muster, das durch die Erwärmung des Mittelmeers begünstigt wird und die Intensität der herbstlichen Unwetter erhöht.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den Überschwemmungen in Spanien
Wie viele Todesopfer gab es?
Ein Mann starb, nachdem sein Auto von einem reißenden Bach 40 Kilometer westlich von Barcelona mitgerissen wurde. Die Feuerwehr fand den Leichnam etwa 500 Meter vom Fahrzeug entfernt.
War Barcelona in Rotwarnung?
Ja. Die Wetterbehörde AEMET hatte für den 16. September eine kurze Rotwarnung für Barcelona ausgesprochen, weil plötzliche Sturzfluten drohten.
Wie viele Flüge wurden gestrichen?
Am Flughafen El Prat in Barcelona wurden Dutzende Flüge gestrichen oder umgeleitet. In Valencia führte die Schließung des Flughafens zu zwölf Umleitungen.
Welche Regionen meldeten die meisten Einsätze?
Katalonien verzeichnete über 500 Einsätze, Valencia 478. Die meisten betrafen überflutete Straßen, beschädigte Gebäude und Wasser in Kellern.
Wie lange dauerten die Stromausfälle?
In einigen Stadtteilen von Barcelona hielten die Ausfälle bis in den Morgen des 17. September an. Die Versorger arbeiteten mit Notfallteams an der Wiederherstellung.
