Aktuelle Nachrichten aus Griechenland: Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport, Umwelt, Gesundheit, Reisen, Kriminalität, Technologie und mehr.
Wetter

Unwetter in Griechenland: Massive Fluten und Erdrutsche

Unwetter in Griechenland: Massive Fluten und Erdrutsche

Schwere Unwetter in Griechenland haben am 28. Oktober 2026 weite Teile der Regionen Magnesia, Phthiotis und Euböa sowie die Insel Skiathos getroffen. Massive Regenfälle führten zu Sturzfluten, die Straßen in reißende Ströme verwandelten und gefährliche Erdrutsche auslösten. In der Region Pilion wurde über das 112-Warnsystem die Bevölkerung dringend aufgefordert, sich sofort in höhere Stockwerke zu begeben, um den Wassermassen zu entkommen. Laut dem Hellenischen Meteorologischen Dienst (EMY) gelten für Thessalien, die Sporaden und Euböa weiterhin rote Warnstufen aufgrund der anhaltenden, extremen Wetterlage, die die Infrastruktur massiv belastet.

Wie wirkt sich das Unwetter auf die Region Pilion aus?

Die Region Süd-Pilion leidet unter massiven Überschwemmungen, die durch das Überlaufen lokaler Flüsse und Bäche verursacht wurden. Besonders betroffen ist die Siedlung Platania, wo der dortige Bach so stark angestiegen ist, dass er die Infrastruktur weiträumig zerstört hat. Die Flut hat den rechten Teil des Ortes vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.

Der Bürgermeister von Süd-Pilion, Michalis Mitzikos, beschrieb die Situation als kritischer als während des Sturms Daniel. Er wies darauf hin, dass die Wassermassen alles mitgerissen haben, was ihnen im Weg stand. In der Folge wurden Bewohner aufgefordert, in den oberen Etagen ihrer Häuser Schutz zu suchen.

Die Lage in den Küstengebieten

Neben Platania sind auch andere Küstenorte von der Gewalt des Wassers betroffen. In Milina hat das Meer teilweise die Straßen überflutet, während gleichzeitig starke Strömungen Steine und Baumstämme in die Siedlungsgebiete tragen. Auch in Horto wurde die Hauptverkehrsstraße durch die Flut in einen Fluss verwandelt, wobei die Strömung an der zentralen Brücke besonders gefährlich ist. Die Kombination aus heftigem Regen und starkem Wellengang erschwert die Lage für die Bewohner und Rettungskräfte massiv.

Welche Schäden durch Erdrutsche wurden in Phthiotis gemeldet?

In der Präfektur Phthiotis haben die anhaltenden Niederschläge seit dem Vortag zu schweren Erdrutschen im westlichen Provinzstraßennetz geführt. Besonders die Straße Dilofou – Perivoli ist durch massive Felsbrocken, die von den Hängen gelöst wurden, blockiert. Ein Fahrstreifen ist durch die Trümmer vollständig unpassierbar gemacht worden.

Die Dimensionen der herabgestürzten Felsen sind so groß, dass der Einsatz von schwerem Gerät und Spezialmaschinen erforderlich ist, um die Fahrbahn wieder freizulegen. Die Behörden der Region Sterea Ellada und die Gemeinde Makrakomi arbeiten bereits mit Baumaschinen an der Beseitigung der Hindernisse. Währenddessen sichert die Polizei von Spercheiada die Unfallstelle mit Pylonen und regelt den Verkehr punktuell, um die Sicherheit der verbleibenden Fahrspur zu gewährleisten.

Die Behörden warnen eindringlich vor Fahrten im bergigen und halbgebirgigen Gelände der westlichen Phthiotis. Da der Boden durch die enormen Wassermengen bereits vollständig gesättigt ist, besteht ein extrem hohes Risiko für weitere, unvorhersehbare Erdrutsche.

Wie ist die aktuelle Situation auf der Insel Skiathos?

Auf der Insel Skiathos herrscht große Besorgnis über den Zustand der lokalen Wasserläufe, die kurz vor dem Überlaufen stehen. Insbesondere das Bachsystem in der Region Platania auf der Insel wird von den Anwohnern mit großer Angst beobachtet, da die Pegelstände kritische Marken erreicht haben.

Aufgrund der gefährlichen Bedingungen wurde der Verkehr auf der Strecke Skiathos – Koukounaries, speziell zwischen der Akropole und Koukounaries, vorübergehend eingestellt. Die Straßen sind durch das hohe Wasser und mitgeführte Sedimente sowie Schlamm unpassierbar oder schlicht zu gefährlich für Fahrzeuge geworden. Zudem wurden in Richtung Koukounaries erste Erdrutsche registriert, was die Sorge um die Sicherheit der Reisenden weiter verstärkt.

Sicherheitsmaßnahmen für die Inselbewohner

Die Bewohner werden aufgefordert, jegliche Bewegungen in die betroffenen Gebiete zu vermeiden. Es ist lebenswichtig, keine überfluteten Straßen zu durchqueren, da die Strömung und die unter der Wasseroberfläche verborgenen Hindernisse lebensgefährlich sind. Die Anweisungen der örtlichen Behörden und des Katastrophenschutzes sind strikt zu befolgen.

Welche Auswirkungen hat das Wetter auf Euböa?

Auch in Euböa kam es zu geologischen Instabilitäten infolge der Regenfälle. Im Dorf Oxylithos ereignete sich ein Erdrutsch in der Nähe des Sportplatzes am alten Provinzstraßennetz. Dabei lösten sich Erdmassen und Steine, die nicht nur die Fahrbahn blockierten, sondern auch den Zugang zu einem Wohnhaus eines älteren Bewohners abschnitten.

Nach einem Notruf der Anwohner konnte die Feuerwehr schnell reagieren. Mit Unterstützung von Gemeindemaschinen konnten die Trümmer entfernt und der Zugang zum betroffenen Haus sowie die Verkehrswege wiederhergestellt werden. Dennoch bleibt die allgemeine Wetterlage in der Region instabil.

Was sagen die meteorologischen Warnungen des EMY aus?

Der Hellenische Meteorologische Dienst (EMY) hat für den 28. Oktober 2026 weitreichende Warnungen ausgesprochen. Für die Regionen Thessalien (insbesondere die Präfekturen Magnesia und Larisa), die Sporaden und Euböa gilt bis spät in die Nacht eine rote Warnstufe, die auf extrem intensive Wetterereignisse hinweist.

Für das östliche Sterea-Gebiet, vor allem in den Präfekturen Phokis, Phthiotis und Boeotien, wurde eine orangefarbene Warnung ausgegeben. Es wird mit zeitweiligen, aber sehr heftigen Regenfällen gerechnet, die auch lokale Hagelschläge mit sich bringen können. Die meteorologischen Experten betonen, dass die Gefahr von Sturzfluten und lokalen Überschwemmungen in diesen Gebieten weiterhin besteht.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Unwetter

Welche Warnstufe gilt aktuell für Griechenland?

Für Thessalien, die Sporaden und Euböa gilt die höchste rote Warnstufe. In Teilen von Sterea Ellada, wie Phthiotis und Phokis, liegt eine orangefarbene Warnstufe vor. Diese Warnungen beziehen sich auf die Gefahr durch extreme Niederschläge und mögliche Sturzfluten bis spät in die Nacht.

Was bedeutet die 112-Warnung in der Region Pilion?

Die 112-Warnung ist ein dringender Notruf des Katastrophenschutzes. Bewohner der Region Platania wurden angewiesen, sich umgehend in die oberen Stockwerke ihrer Häuser zu begeben, um sich vor den steigenden Wassermassen und möglichen Überschwemmungen durch die überlaufenden Bäche zu schützen.

Sind die Straßen in Phthiotis befahrbar?

Viele Straßen im westlichen, bergigen Teil von Phthiotis sind aufgrund von Erdrutschen und blockierten Fahrbahnen derzeit nicht sicher befahrbar. Besonders die Strecke Dilofou – Perivoli ist durch Felsbrocken stark beeinträchtigt. Autofahrer sollten das bergige Gelände weiträumig meiden.

Wie gefährlich ist die Situation auf den Inseln?

Die Situation auf Skiathos ist kritisch, da Straßen durch Wasser und Schlamm gesperrt wurden. In der Region Platania besteht die Gefahr von Überschwemmungen durch Bäche, die kurz vor dem Überlaufen stehen. Vorsicht ist geboten, insbesondere in Küstennähe.

Was sollte man bei einer Flutwarnung tun?

Folgen Sie sofort den Anweisungen der Behörden. Wenn Sie in einem flutgefährdeten Gebiet leben, begeben Sie sich in höhere Stockwerke. Vermeiden Sie es, durch überflutete Gebiete zu fahren oder zu gehen, da die Strömung und die Sichtverhältnisse extrem gefährlich sind.

Key takeaways

Zusammenfassung der Wetterlage

Die aktuelle Wetterlage in Griechenland ist durch extreme Niederschläge geprägt, die weitreichende Schäden an der Infrastruktur und Gefahren für die Bevölkerung nach sich ziehen. Während in Phthiotis und Euböa vor allem Erdrutsche die Verkehrswege blockieren, kämpfen die Bewohner im Pilion und auf Skiathos mit massiven Überschwemmungen und dem Überlaufen von Wasserläufen. Die fortlaufenden roten Warnungen des EMY unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Situation. Die Koordination zwischen den lokalen Behörden, dem Katastrophenschutz und den Rettungskräften ist entscheidend, um die Sicherheit der Menschen in den betroffenen Regionen zu gewährleisten und die Schäden zu begrenzen.