Eine aktuelle Untersuchung von ReDataset zeigt, dass die Ausstattung einer Immobilie in der Region Attika einen massiven Einfluss auf die erzielten Quadratmeterpreise hat. Die Daten belegen, dass die Möblierung der Räumlichkeiten die Mietrenditen deutlich steigern kann. Dabei zeigen sich jedoch erhebliche regionale Unterschiede innerhalb des Kantons. Während in einigen Gebieten nur moderate Steigerungen zu verzeichnen sind, profitieren Eigentümer in anderen Teilen der Region von weitaus höheren Aufschlägen. Diese Entwicklung verdeutlicht, wie wichtig die gezielte Ausstattung für die Maximierung des Ertragspotenzials am aktuellen Immobilienmarkt ist.
Wie hoch ist der Preisaufschlag für möblierte Immobilien in Attika?
Möblierte Wohnungen erzielen in der Region Attika durchweg höhere Quadratmeterpreise als unmöblierte Objekte. Die Analyse der im Jahr 2026 veröffentlichten Mietanzeigen zeigt, dass die Differenz zwischen möblierten und unmöblierten Immobilien je nach Standort zwischen 13 % und 35 % liegt. Dieser Aufschlag wird in der Immobilienwirtschaft als „Price Premium“ bezeichnet.
Ein markantes Beispiel für diese Preisdifferenz findet sich in Maroussi. In diesem Gebiet liegt der mediane Mietpreis pro Quadratmeter für möblierte Wohnungen um 35 % höher als für vergleichbare unmöblierte Einheiten. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Möblierung allein nicht zwangsläufig die einzige Ursache für diese höheren Preise ist; sie fungiert oft als Indikator für ein anderes Marktsegment. Die Studie verdeutlicht, dass die bloße Anwesenheit von Möbeln zwar mit höheren Kosten korreliert, die zugrunde liegende Ursache jedoch in der komplexen Dynamik zwischen Lage, Ausstattung und Nutzerprofil liegt.
Regionale Unterschiede im Preispremium
Die Ausprägung des Preisaufschlags ist nicht über die gesamte Metropolregion Attika homogen verteilt. Während der zentrale Sektor moderate Unterschiede zeigt, weisen der nördliche und der südliche Sektor deutlich ausgeprägtere Preisdifferenzen auf. Dies deutet darauf hin, dass in bestimmten wohlhabenderen oder touristisch stärker frequentierten Gebieten die Nachfrage nach sofort bezugsfertigen, möblierten Unterkünften das Preisgefüge stärker beeinflusst. Die Analyse der drei untersuchten Peripherie-Einheiten – Zentraler, Nördlicher und Südlicher Sektor – lässt erkennen, dass das Marktverhalten je nach geografischer Lage stark divergiert.
Wie verteilt sich das Angebot an möblierten Wohnungen regional?
Die Häufigkeit, mit der Wohnungen möbliert angeboten werden, variiert massiv zwischen den verschiedenen Gemeinden der Region. In der Gemeinde Athen ist der Anteil der möblierten Mietangebote mit 40,2 % am höchsten. Im Gegensatz dazu zeigt sich in Kifissia ein anderes Bild: Hier wird etwa jede fünfte Immobilie (ca. 20 %) möbliert vermietet. Das geringste Angebot an möblierten Objekten wurde in Galatsi festgestellt, wo lediglich 15,5 % der untersuchten Wohnungen ausgestattet sind.
Diese Disparitäten zeigen, dass die Möblierung kein einheitliches Merkmal des Mietmarktes in Attika ist, sondern stark von der lokalen Demografie und der Art der Nachfrage in den jeweiligen Bezirken abhängt. Während in Athen die Möblierung eine dominierende Rolle spielt, scheint der Markt in Galatsi eher auf langfristige, unmöblierte Mietverhältnisse ausgerichtet zu sein. Die Unterschiede innerhalb derselben Peripherie-Einheit unterstreichen zudem, dass die Möblierung kein homogenes Merkmal der regionalen Märkte darstellt.
Welchen Einfluss hat die Wohnungsgröße auf die Möblierung?
Ein deutliches Muster in der Studie ist die Korrelation zwischen der Größe der Wohnfläche und dem Grad der Möblierung. Kleinere Wohnungen, insbesondere in der Kategorie von 20 bis 40 Quadratmetern, werden weitaus häufiger möbliert angeboten als größere Objekte. Im zentralen Sektor von Athen erreicht der Anteil der möblierten Wohnungen in dieser Größenklasse sogar 53,3 %. Das bedeutet, dass mehr als jede zweite Wohnung dieser Größe mit Möbeln angeboten wird.
Mit zunehmender Quadratmeterzahl sinkt der Anteil der möblierten Angebote tendenziell. Dies lässt darauf schließen, dass die Zielgruppe für kleine, möblierte Einheiten häufiger auf kurzfristige oder flexible Wohnformen angewiesen ist, während größere Wohnflächen eher für Familien oder langfristige Mieter vorgesehen sind, die ihr eigenes Mobiliar mitbringen. Die Daten zeigen eine klare Abnahme der Möblierungsrate im Verhältnis zur steigenden Fläche.
Der Zusammenhang zwischen Fläche und Preisaufschlag
Interessanterweise bleibt das Preispremium auch dann bestehen, wenn man die Immobilien innerhalb derselben Größenklasse vergleicht. Ein signifikanter Anstieg der Mietpreise für möblierte Objekte zeigt sich im nördlichen Sektor Athens bei Wohnungen mit einer Fläche zwischen 80 und 100 Quadratmetern. Hier liegt der mediane Quadratmeterpreis für möblierte Einheiten um 32 % über dem der unmöblierten Konkurrenz. Die größten Abweichungen in dieser spezifischen Analyse treten primär im nördlichen und südlichen Sektor auf, was die regionale Bedeutung der Ausstattung hervorhebt.
Wie unterscheidet sich die Möblierung nach Immobilientypen?
Der Immobilientyp spielt eine entscheidende Rolle für die Wahrscheinlichkeit einer Möblierung und die damit verbundenen Kosten. Im zentralen Sektor von Athen werden 37,2 % der Wohnungen möbliert vermietet, was den höchsten Wert unter den untersuchten Wohnungstypen darstellt. Der geringste Anteil an Möblierung findet sich hingegen bei den Einfamilienhäusern im nördlichen Sektor.
Die extremsten Preisunterschiede treten jedoch bei einem ganz spezifischen Segment auf: den Einfamilienhäusern im südlichen Sektor. Hier erreichen die möblierten Objekte einen medianen Mietpreis pro Quadratmeter, der um 53 % über dem der unmöblierten Häuser liegt. Dies stellt den höchsten gemessenen Wert der gesamten ReDataset-Studie dar. Es zeigt sich, dass fast jeder untersuchte Immobilientyp eine höhere Preisdifferenz zwischen möblierten und unmöblierten Objekten aufweist, auch wenn es vereinzelte Ausnahmen gibt, die die Komplexität der Märkte unterstreichen.
Was sind die zentralen Erkenntnisse der ReDataset-Analyse?
Die Untersuchung der Attika-Region liefert zwei wesentliche Erkenntnisse für Mieter und Investoren. Erstens ist die Möblierung ein stark fluktuierendes Merkmal, das eng mit der Wohnungsgröße verknüpft ist – je kleiner die Wohnung, desto wahrscheinlicher ist sie möbliert. Zweitens führt die Möblierung in fast allen Marktsegmenten zu einem spürbaren Mietaufschlag.
Dennoch darf die Möblierung nicht isoliert betrachtet werden. Die Analyse verdeutlicht, dass die Lage (Region), die Fläche und der Immobilientyp die primären Faktoren sind, die das Preisniveau bestimmen. Das Ausmaß dieses Aufschlags variiert extrem: von einem relativ begrenzten Premium in manchen Kategorien bis hin zu einem massiven Anstieg von 53 % in anderen. Die Möblierung ist somit ein verstärkender Faktor innerhalb eines komplexen Gefüges aus Standort und Objekttyp.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Mietmarkt in Attika
Wie viel mehr kostet eine möblierte Wohnung im Vergleich zu einer unmöblierten?
Die Kosten hängen stark vom Standort ab. Im Durchschnitt zahlen Mieter zwischen 13 % und 35 % mehr pro Quadratmeter. In speziellen Fällen, wie bei Einfamilienhäusern im südlichen Attika, kann der Aufschlag jedoch bis zu 53 % betragen.
In welchen Gebieten ist die Möblierung am weitesten verbreitet?
Die höchste Dichte an möblierten Angeboten findet sich in der Gemeinde Athen, wo 40,2 % der Inserate möbliert sind. Auch bei kleinen Wohnungen (20–40 m²) im zentralen Sektor ist die Möblierung mit über 53 % sehr präsent.
Warum sind kleine Wohnungen häufiger möbliert?
Kleine Wohnungen werden oft an Personen vermietet, die eine flexible oder kurzfristige Unterkunft suchen. In der untersuchten Gruppe der 20–40 m² großen Wohnungen ist die Möblierung am ausgeprägtesten.
Gibt es Regionen mit wenig möblierten Angeboten?
Ja, Galatsi verzeichnet mit nur 15,5 % den geringsten Anteil an möblierten Wohnungen unter den untersuchten Gemeinden. Auch im nördlichen Sektor werden Einfamilienhäuser seltener möbliert angeboten als in anderen Gebieten.
Ist die Möblierung der einzige Grund für höhere Mietpreise?
Nein, die Möblierung ist ein Indikator für das Preispremium, aber nicht die alleinige Ursache. Faktoren wie die Lage, die Fläche und der Immobilientyp bleiben die entscheidenden Elemente für das Verständnis des Gesamtmarktes.
