Zehn führende Hersteller planen Ausbau in mehreren Regionen. Dieser Artikel zeigt Verwendungen, betroffene Unternehmen und mögliche Folgen.
Was sind PFAS und warum gelten sie als problematisch?
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, die in der Industrie wegen ihrer Beständigkeit gegen Hitze, Wasser und Korrosion eingesetzt werden. Sie zerfallen in der Umwelt und im Körper nur sehr langsam oder gar nicht. Studien verbinden sie mit Leberschäden, Schilddrüsenerkrankungen, Übergewicht, Fruchtbarkeitsproblemen und Krebs. Die ChemSec berichtet, dass die Stoffe bereits im Blut von mehr als 99 Prozent der Menschen weltweit nachweisbar sind und planetare Grenzen überschritten haben. Die ChemSec schickte Fingerstich-Bluttests an CEOs europäischer Unternehmen aus den Top-10-Produzenten und forderte sie auf, ihre eigenen PFAS-Werte öffentlich zu machen. Anna-Sophie Bäckar betonte, dass die Verantwortlichen selbst von den von ihnen produzierten Toxinen betroffen seien. Die extrem starken Kohlenstoff-Fluor-Bindungen machen die Stoffe praktisch unzerstörbar in der Natur, sodass sie sich in Luft, Wasser, Boden und der Nahrungskette anreichern. Die ChemSec-Studie zeigt, dass die meisten der zehn größten Hersteller ihre Investitionen explizit mit der KI-Revolution begründen.
Wie hängt die KI-Branche mit PFAS zusammen?
KI-Systeme benötigen große Rechenzentren, deren Kühlung und Halbleiterfertigung PFAS erfordern. In Zwei-Phasen-Tauchkühlungssystemen dienen die Chemikalien als Kühlflüssigkeit mit niedrigem Siedepunkt. In der Halbleiterproduktion kommen sie in bis zu 1.000 einzelnen Prozessschritten zum Einsatz. Danske Bank beschreibt sie in einem Anlegerhinweis als unverzichtbare Bestandteile auf Nanometerebene. Die Analysten bezeichnen PFAS als versteckten Risikofaktor des KI-Booms mit potenziellen Sanierungskosten in Milliardenhöhe. Die extrem starken Kohlenstoff-Fluor-Bindungen machen die Stoffe hitze-, wasser- und korrosionsbeständig und damit industriell wertvoll, gleichzeitig aber praktisch unzerstörbar in der Natur. Hersteller werben mit geringerem Energie- und Wasserverbrauch, doch die persistenten Stoffe bleiben ein langfristiges Problem. Die ChemSec warnt, dass ohne rasche Regulierung eine neue Flut dieser Chemikalien droht, die Menschen das Leben kosten kann.
Welche Unternehmen erhöhen die Produktion?
Eine ChemSec-Untersuchung zeigt, dass neun der zehn größten PFAS-Hersteller ihre Kapazitäten ausweiten. Daikin baut in Japan einen Hub für Rechenzentren und will sein führendes Marktanteil bei Fluorprodukten halten. Arkema investiert 60 Millionen Dollar in eine neue Anlage in Kentucky, um den steigenden Kühlbedarf von Rechenzentren zu bedienen. Chemours erweitert Angebote für flüssige Kühlung und zahlte kürzlich 450 Millionen Dollar zur Beilegung einer Klage über PFAS-Emissionen. Weitere Firmen sind AGC, Dongyue, Gujarat Fluorochemicals, HaloPolymer, Orbia und Syensqo. Gujarat Fluorochemicals nennt neben Rechenzentren auch Batterien für Elektrofahrzeuge als Wachstumsfeld. Bir Kapoor sprach von riesigen Wachstumschancen in mehreren aufstrebenden Branchen. BASF plant den Ausstieg bis 2028, Archroma setzt auf PFAS-freie Alternativen. Die Produzenten begründen die Expansion direkt mit der steigenden Nachfrage aus KI-Rechenzentren und Halbleiterfertigung.
Welche gesundheitlichen und regulatorischen Risiken bestehen?
Anna-Sophie Bäckar von ChemSec warnt, dass ohne rasche Regulierung eine neue Flut dieser Chemikalien droht, die Menschen das Leben kosten kann. Die Stoffe reichern sich in Luft, Wasser, Boden und der Nahrungskette an. In Europa, dem Vereinigten Königreich und Teilen der USA laufen erste Beschränkungsverfahren. Höhere Produktionsmengen könnten diese Bemühungen untergraben und Folgekosten in Milliardenhöhe verursachen. Die ChemSec-Studie zeigt, dass die meisten der zehn größten Hersteller ihre Investitionen explizit mit der KI-Revolution begründen. Ohne schnelle schrittweise Verbote droht ein neuer Flutwelle-Effekt, der bestehende Regulierungsansätze unterlaufen könnte. Die ChemSec schickte Bluttests an die CEOs, um das Bewusstsein für die eigene Exposition zu schärfen. Die Analysten bezeichnen PFAS als versteckten Risikofaktor des KI-Booms mit potenziellen Sanierungskosten in Milliardenhöhe.
Wie werden PFAS konkret in Rechenzentren eingesetzt?
In Immersionskühlsystemen tauchen Server in PFAS-Bäder ein. Beim Erhitzen verdampft die Flüssigkeit und nimmt Wärme auf. Der Dampf kondensiert an wassergekühlten Rohren und kehrt als Flüssigkeit zurück. Hersteller werben mit geringerem Energie- und Wasserverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren. Chemours hebt hervor, dass seine innovativen Flüssigkühl-Lösungen Kosten für Energie, Wasser, Platz, Wartung und Investitionen senken. Die Zwei-Phasen-Tauchkühlung wird als umweltfreundlicher dargestellt, obwohl die Chemikalien selbst persistent bleiben. Arkema und Daikin begründen ihre neuen Anlagen direkt mit der steigenden Nachfrage aus KI-Rechenzentren. Danske Bank beschreibt PFAS in einem Anlegerhinweis als unverzichtbare Bestandteile auf Nanometerebene in der Halbleiterproduktion.
FAQ: Häufige Fragen zu PFAS und Künstlicher Intelligenz
Warum steigt die PFAS-Produktion durch KI?
KI-Rechenzentren benötigen leistungsfähige Kühlung und Halbleiter, für die PFAS unverzichtbar sind. Neun von zehn großen Herstellern planen daher Kapazitätserhöhungen.
Welche Gesundheitsrisiken sind mit PFAS verbunden?
Die Chemikalien stehen im Zusammenhang mit Lebererkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Übergewicht, Fruchtbarkeitsproblemen und Krebs. Sie sind bereits im Blut von über 99 Prozent der Weltbevölkerung nachweisbar.
Welche Unternehmen sind besonders aktiv?
Daikin, Arkema, Chemours, AGC, Dongyue, Gujarat Fluorochemicals, HaloPolymer, Orbia und Syensqo bauen Produktion aus. BASF will bis 2028 aussteigen.
Welche Alternativen gibt es?
Einige Firmen wie Archroma entwickeln PFAS-freie Produkte. BASF kündigte den vollständigen Produktionsstopp bis 2028 an.
Wie weit sind Regulierungsmaßnahmen?
In Europa und weiteren Regionen laufen Verfahren zur Beschränkung. Höhere Produktionszahlen könnten diese Bemühungen erschweren.
