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Politik

Putin kritisiert Westen auf BRICS-Gipfel: Ende der heiligen Kuh des Wettbewerbs

Putin kritisiert Westen auf BRICS-Gipfel: Ende der heiligen Kuh des Wettbewerbs

Wladimir Putin warf der westlichen Welt auf dem BRICS-Gipfel in Neu-Delhi vor, den freien Wettbewerb zu missachten und zu Sanktionen sowie Sabotageakten überzugehen. Die Gruppe solle eine neue Plattform für globale Entwicklung ohne westliche Regeln schaffen. Indien und Russland bestätigten das Ziel, den bilateralen Handel bis 2030 auf 100 Milliarden Dollar zu erhöhen.

Putin kritisiert westliche Praktiken

Wladimir Putin sprach auf einem Wirtschaftsforum während des BRICS-Gipfels in Neu-Delhi. Er warf früheren Konkurrenten vor, den freien Wettbewerb zu verletzen und stattdessen Sanktionen sowie Sabotage einzusetzen, um ihre Vormachtstellung zu sichern. Putin erklärte, die BRICS-Staaten sollten eine neue Plattform für globale Entwicklung ohne westliche Regeln aufbauen. Die Aussagen erfolgten vor den Führern Indiens, Irans und Südafrikas. Sie spiegeln die Sorgen der Finanzminister und Zentralbankchefs der BRICS wider. Die Gruppe soll sich von westlichen Regeln lösen und eigene Strukturen schaffen, um unabhängiger zu agieren. [TO VERIFY: Quelle enthält keine weiteren Details zu konkreten Projekten oder Zeitplänen]

Quote zur heiligen Kuh des Wettbewerbs

Putin sagte wörtlich: „Immer wurde uns gesagt, der Wettbewerb sei eine heilige Kuh, etwas, das man nicht anfassen dürfe. Heute versuchen die westlichen Konkurrenten jedoch mit allen Mitteln, ihre frühere Führungsrolle zurückzugewinnen.“ Er beschrieb die aktuellen Formen des Wettbewerbs als „hässlich“ und nannte direkte physische Angriffe, Zerstörung von Industrie- und Logistikeinrichtungen sowie Pipeline-Sabotage. Auch Versuche, internationale Transportkorridore zu blockieren, und Schiffsbeschlagnahmen erwähnte er ohne weitere Details. Zudem verurteilte er illegale Beschränkungen und Drohungen mit Sekundärsanktionen. Diese Vorwürfe beziehen sich auf Maßnahmen, die nach Putins Ansicht gegen den freien Wettbewerb verstoßen und die Hegemonie der Westmächte sichern sollen. Die Finanzminister und Zentralbankchefs der BRICS-Staaten teilten diese Kritik an einseitigen Maßnahmen.

BRICS wandelt sich zur wirtschaftlichen Partnerschaft

Der Sonderbeauftragte Putins, Kirill Dmitrijew, erläuterte, die BRICS-Gruppe entwickle sich von einem rein geopolitischen Bündnis zu einer praktischen wirtschaftlichen Partnerschaft. Im Mittelpunkt stünden die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und die Verbesserung von Zahlungssystemen. Die Finanzminister und Zentralbankchefs der BRICS-Staaten lehnten einseitige Handels- und Wirtschaftsmaßnahmen ab, weil diese gegen Regeln der Welthandelsorganisation verstießen. Der Wandel ermöglicht konkrete Projekte jenseits geopolitischer Debatten. Die neue Ausrichtung soll den Mitgliedern helfen, gemeinsame wirtschaftliche Interessen zu verfolgen und unabhängig von westlichen Strukturen zu handeln. [TO VERIFY: Quelle enthält keine weiteren Details zu konkreten Projekten oder Zeitplänen]

Modi und Putin vertiefen bilaterale Beziehungen

Die Gespräche zwischen dem indischen Premierminister Narendra Modi und Wladimir Putin bestätigten den Willen beider Seiten, die langjährige Zusammenarbeit auszubauen. Nach Angaben des indischen Außenministeriums tauschten die beiden Führer Ansichten über Konflikte im Nahen Osten und im Schwarzen Meer aus, die den Seehandel und die Schifffahrtssicherheit beeinträchtigen. Indien verfolgt weiterhin eine diplomatische Balancepolitik gegenüber den USA, den Golfstaaten, Russland, dem Iran und Israel. Diese Haltung erlaubt es Neu-Delhi, Beziehungen zu allen Seiten aufrechtzuerhalten. Die Gespräche unterstrichen die Bereitschaft, bestehende Kooperationen zu stärken und neue Wege der Zusammenarbeit zu finden.

Indien bleibt wichtiger Abnehmer russischen Öls

Indien gehört zusammen mit China zu den größten Käufern russischen Rohöls. Die indische Seite weist westliche Forderungen nach Handelsbeschränkungen zurück und verweist auf den Energiebedarf der großen Bevölkerung. Das bilaterale Handelsvolumen soll von rund 70 Milliarden Dollar in den Jahren 2024-25 auf 100 Milliarden Dollar bis 2030 steigen. Diese Haltung führt zu Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte zusätzliche Zölle von zehn Prozent auf Länder mit „anti-amerikanischen“ BRICS-Politiken und von 100 Prozent auf Käufer russischen Öls und Gases angedroht. Indien setzt damit auf eigene Prioritäten bei der Energieversorgung.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Was hat Putin auf dem BRICS-Gipfel gesagt?

Putin warf der westlichen Welt vor, den freien Wettbewerb zu missachten und stattdessen Sanktionen sowie Sabotage einzusetzen. Er forderte eine neue Entwicklungsplattform ohne westliche Regeln.

Welches Handelsziel verfolgen Indien und Russland?

Beide Länder streben an, das bilaterale Handelsvolumen bis 2030 auf 100 Milliarden Dollar zu erhöhen. 2024-25 lag es bei etwa 70 Milliarden Dollar.

Warum kauft Indien weiter russisches Öl?

Indien verweist auf den Energiebedarf seiner großen Bevölkerung und lehnt westliche Beschränkungen ab. Es verfolgt eine Balancepolitik gegenüber mehreren Partnern.

Welche Vorwürfe erhob Putin gegen die Westmächte?

Er sprach von physischen Angriffen, Zerstörung von Industrieanlagen und Pipelines sowie von Versuchen, Transportkorridore zu blockieren und Schiffe zu beschlagnahmen.

Wie reagierten die BRICS-Finanzminister?

Sie lehnten einseitige Handels- und Wirtschaftsmaßnahmen ab, weil diese gegen Welthandelsorganisation-Regeln verstießen.